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Betreuungsgeld

Petition

Wird auch Erziehungsgehalt oder abwertend Herdprämie genannt.
Gemeint ist damit eine staatliche Zahlung an Eltern, die ihre Kinder zuhause betreuen und nicht in eine Kinderkrippe oder an eine Tagesmutter abgeben.

Einführung des Betreuungsgeldes
Ab 2013 erhalten an alle Eltern monatlich 100 EUR, die ein einjähriges Kind zuhause betreuen. Ab 2014 wird das Betreuungsgeld auf 150 EUR angehoben. Dann sollen auch Eltern zweijähriger Kinder das Betreuungsgeld erhalten.

Fakten zum Betreuungsgeld
Voraussetzung zum Erhalt des Betreuungsgeldes ist, dass das Kind in keiner staatlichen KiTa oder bei einer Leihmutter angemeldet ist. Das Geld wird auch gezahlt, wenn die Eltern berufstätig sind und das Kind von Verwandten oder Freunden betreut wird.

Bei Hartz IV-Empfängern wird das Betreuungsgeld von der monatlichen Hartz IV-Zahlung wieder abgezogen.

Um Eltern das Betreuungsgeld zu bezahlen, hat der Staat für das Jahr 2013 rund 400 Millionen EUR eingeplant. Ab dem Jahr 2014 sollen es dann 1,2 Milliarden EUR sein.

Ist das Betreuungsgeld sinnvoll und sollte so eingeführt werden? Was spricht dafür und was dagegen?

Pro-Argumente
Contra-Argumente
Stärkung der Mutter-Kind-Beziehung
Ökonomischer Anreiz nur für Arme
Mehr Gerechtigkeit bei KiTa-Förderung
Betreuungsgeld verhindert notwendige Förderung von Kindern
Erziehungsgehalt günstiger als zusätzliche KiTa-Plätze
Das Betreuungsgeld ist teuer
Wahlfreiheit
Gleichstellung von Mann und Frau wird verhindert
Gesellschaftliche Anerkennung des Berufes Mutter
Ausrede für Arbeitslose zu Hause zu bleiben

Argumente für das Betreuungsgeld

Argumente gegen das Betreuungsgeld

sunshine am 25.05.2012 um 14:30

Stärkung der Mutter-Kind-Beziehung

Es ist außerordentlich wichtig, dass Säuglinge und Kleinkinder bei ihren Eltern aufwachsen und von ihnen betreut und erzogen werden. Denn dies bildet die Grundlage für eine weitere gesunde Entwicklung. Diese wichtige "Mutter-Kind-Beziehung" kann durch keine fremde Person ersetzt werden.

Das Betreuungsgeld ermöglicht genau diese Betreuung von Kindern durch ihre Eltern! Die Kinder müssen nicht mehr in eine Krippe abgeschoben werden und haben ...

Quelle: www.familienhandbuch.de/...

Argumentor am 25.05.2012 um 12:41

Ökonomischer Anreiz nur für Arme

150 Euro im Monat mag für eine arbeitslose Mutter eine große Unterstützung sein, für eine Akademikerin jedoch nicht.

Das wird dazu führen, dass Akademikerinnen ihre Kinder in die Kinderkrippe stecken, um wieder arbeiten und richtig Geld machen zu können; während arme Mütter das Geld gerne in Anspruch nehmen und ihr Kind zuhause betreuen.

Die Folge davon ist, dass in den Kinderkrippen die Kinder der "Elite&qu...

Quelle: www.zeit.de/...

pro contra am 25.05.2012 um 10:40

Mehr Gerechtigkeit bei KiTa-Förderung

Wenn der Staat den Ausbau von Kindertagesstätten mehr fördert, profitieren davon natürlich nur Eltern, die auch einen KiTa-Platz in Anspruch nehmen.

Eltern, die keinen KiTa-Platz bekommen können oder wollen, haben nichts von der KiTa-Förderung. Aber mit dem Betreuungsgeld profitieren auch diese Eltern. Das Betreuungsgeld erschafft also mehr Gerechtigkeit für alle Eltern von Kleinstkindern.

Quelle: www.news.de/...

Argumentor am 25.05.2012 um 14:40

Betreuungsgeld verhindert notwendige Förderung von Kindern

In Kinderkrippen werden Kleinkinder von geschultem Fachpersonal betreut und gefördert. Das Fachpersonal kann Defizite beim Kind erkennen und es gezielt fördern, so dass die Kinder später viel weniger Probleme in der Schule haben werden.

Wenn die Kinder wegen des Betreuungsgeldes zuhause bleiben bei ihrer arbeitslosen Mutter, werden sie kaum Förderung ihrer Defizite erfahren können und ein Leben mit Schulprobl...

Quelle: www.bda-online.de/...

pro contra am 25.05.2012 um 11:32

Erziehungsgehalt günstiger als zusätzliche KiTa-Plätze

Für den Staat ist es günstiger, das Betreuungsgeld an Eltern zu zahlen, als zusätzliche Krippenplätze zu bezahlen. Das ist ja auch verständlich, denn in Kindertagesstätten werden die Kinder von teuren, ausgebildeten Erziehern betreut.
Ebenso verursacht die Einrichtung selbst hohe Kosten, die bezahlt werden müssen.

Deshalb dient das Betreuungsgeld dazu, Kosten zu sparen, anstatt in teure KiTa-Plätze...

Quelle: de.wikipedia.org/...

pro contra am 30.09.2012 um 11:54
Das Betreuungsgeld ist teuer

Man stelle sich mal vor, wie viele Millionen ein Staat ausgeben muss, um das Betreuungsgeld zu finanzieren. 150 EURO jeden Monat für ein Kind! Und dazu kommt noch der bürokratische Aufwand - von der Beantragung über die Prüfung bis hin zur Absage oder Auszahlung. Da wird zusätzlich zu den finanziellen Mitteln nochmals eine Unsumme an Arbeitskraft verschwendet.

sunshine am 25.05.2012 um 14:49
Wahlfreiheit

Das Betreuungsgeld gibt Eltern die Wahlfreiheit zu entscheiden, ob sie ihr Kind in eine Krippe geben oder ob sie es selbst betreuen.

Würde es kein Geld für die Betreuung geben, müssten sich viele Eltern gegen die eigene Betreuung der Kinder entscheiden, weil sie dadurch nur zusätzliche finanzielle Belastungen hätten.

Argumentor am 25.05.2012 um 13:09

Gleichstellung von Mann und Frau wird verhindert

Art. 3 Abs. 2 des Grundgesetzes sagt: „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin“.

Der Staat hat also die Aufgabe, die Gleichstellung von Mann und Frau zu fördern. Wenn nun aber ein Betreuungsgeld dazu führt, dass Frauen ihr Kind nicht in eine Kinderkrippe geben, um arbeiten zu können, sondern zuhause bleiben und sich um die Erziehung un...

Quelle: www.fes.de/...

pro contra am 30.09.2012 um 12:12

Gesellschaftliche Anerkennung des Berufes Mutter

Es liegt ja auf der Hand: Wenn eine Mutter Geld dafür bekommt, dass sie ihr Kind zuhause erzieht, dann ist das eine Art Anerkennung. Die ganze Gesellschaft trägt durch ihre Steuermittel also dazu bei, die harte Arbeit, die eine Mutter mit ihren Kindern hat, anzuerkennen.
Das könnte auch dazu führen, dass Mütter insgesamt positiver aufgenommen werden und somit mehr Frauen in ihrer Entscheidung, ein Kind zu bekommen, positiv bestärken. Vllt. wirkt s...

Quelle: www.mdr.de/...

pro contra am 30.09.2012 um 12:04

Ausrede für Arbeitslose zu Hause zu bleiben

Das Problem ist, dass das Betreuungsgeld nur von Familien mit niedrigem Einkommen in Anspruch genommen wird. Also von denjenigen, die entweder eine schlecht bezahlte Arbeit haben oder Hartz 4 empfangen.

Und diejenigen, die Hartz 4 empfangen, können sich dann ein paar Jahre länger zu Hause ausruhen und müssen sich nicht um Arbeit kümmern. Man fördert also das Fernbleiben vom Ar...

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